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5-fache Differenz bei Betriebs- und Wartungskosten? Sollte die Online-COD-Überwachung chemische oder sensorbasierte Methoden verwenden?

Time : 2026-08-08

Angesichts weltweit immer strengerer Umweltpolitiken und wachsender Compliance-Drucks wirkt sich der COD – als zentraler Indikator für die Wasserqualitätsüberwachung – unmittelbar auf Compliance-Risiken und Betriebskosten aus, und zwar über seine Auswahl und Anwendung.

Dieser Artikel untersucht COD-Parameter, Vorschriften und Grundlagen, um die zentralen Unterschiede sowie Vor- und Nachteile zwischen chemiebasierter und sensorbasierter Online-COD-Analyse zu verdeutlichen und Ihnen bei der Auswahl des richtigen Online-COD-Analysegeräts zu helfen.

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1. Was ist der COD? Warum ist die Online-COD-Überwachung so wichtig?

1) Definition des COD (Chemical Oxygen Demand)

Unter bestimmten Bedingungen wird eine Wasserprobe mit einem starken Oxidationsmittel (meist Kaliumdichromat oder Kaliumpermanganat) behandelt; die Menge des Oxidationsmittels, die von allen oxidierbaren reduzierenden Stoffen (hauptsächlich organischen Schadstoffen) im Wasserkörper verbraucht wird, wird als Massenkonzentration von Sauerstoff angegeben (in mg/L). Vereinfacht ausgedrückt: Je mehr organische Schadstoffe im Wasser vorhanden sind, desto mehr Sauerstoff ist erforderlich, um sie „vollständig zu entfernen“. Daher je höher der COD-Wert, desto stärker ist die organische Verschmutzung des Wasserkörpers .

2) Wichtige Funktionen des COD:

a. Im Bereich der Emissionen von Verschmutzungsquellen: COD ist der zentrale Indikator, den Umweltschutzbehörden weltweit (wie das chinesische Ministerium für Ökologie und Umwelt, die US-amerikanische EPA und die europäische EEA) verwenden, um zu bewerten, ob Industrieabwässer und städtische Abwässer die geltenden Grenzwerte einhalten. Man kann sagen, dass COD der primäre Maßstab für die Bewertung der Wasserqualität ist. Gleichzeitig bildet COD die gesetzliche Grundlage dafür, dass Umweltschutzbehörden in verschiedenen Ländern die gesamte regionale Schadstoffemissionsgrenze (TMDL) von Unternehmen berechnen und Abgaben für Schadstoffemissionen bzw. Umweltsteuern erheben. Die Daten stehen unmittelbar im Zusammenhang mit der gesetzlichen Konformität eines Unternehmens sowie dem Risiko von Geldbußen;

b. Im Abwasserbehandlungsprozess: Schwankungen der COD-Konzentration im Zulauf bestimmen unmittelbar, ob ausreichend ‚Nahrung‘ für den Belebtschlamm in biologischen Behandlungstanks (z. B. bei A2O- oder MBR-Verfahren) vorhanden ist und verhindern so Stoßbelastungen, die zum Absterben der Bakterien oder zum Kollaps des Systems führen könnten; präzise Steuerung der Belüftung und Dosierung : Belüftungssysteme (Gebläse) sind in Kläranlagen die größten Stromverbraucher. Durch die Überwachung von COD-Änderungen kann die Belüftungsrate der Gebläse (DO-Regelung) sowie die zugeführte Menge an Kohlenstoffquelle (z. B. Natriumacetat) in Echtzeit angepasst werden, um den Stromverbrauch durch Überbelüftung und die erhöhten Kosten durch Überdosierung zu vermeiden .

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3) Warum ist eine Online-Überwachung des COD erforderlich? Welche Einschränkungen hat die Laboranalyse?

Die Labor-COD-Bestimmung nach der Kaliumdichromat-Rückfluss-Verdauungsmethode erfordert eine 2-stündige Heizverdauung sowie anschließendes Abkühlen, Titration oder Colorimetrie, wodurch mindestens 2–4 Stunden für einen einzelnen Messwert benötigt werden dies ist das größte Problem beim manuellen Testen; stark verzögerte Testergebnisse haben keinerlei praktischen Referenzwert. Wenn Labore überhöhte Emissionen oder Hochlaststöße im Zulauf feststellen, ist das verschmutzte Wasser bereits in Flüsse eingeleitet worden oder das biologische Behandlungssystem ist aufgrund einer Vergiftung zusammengebrochen – wodurch seine Funktion als „Frühwarnsystem“ und „Prozessleitfaden“ vollständig entfällt. In den meisten Entwicklungsländern gehört es zu den zwingenden Aufgaben der staatlichen Umweltschutzbehörden, Fabriken daran zu hindern, Abwasser illegal einzuleiten und dadurch natürliche Gewässer mit gemischtem Abwasser zu kontaminieren. Der COD-Wert ist der wichtigste Referenzwert, doch veraltete Daten erfüllen diese Anforderung eindeutig nicht.

Schließlich erfordern Laborprobenahme und -analyse speziell geschultes Personal zum Umgang mit Reagenzien und Titrationen, was einen erheblichen Personalaufwand verursacht; zudem können durch unterschiedliche Mitarbeiter leicht menschliche Fehler eingeführt werden. Nicht nur die Personalkosten und Schulungsaufwendungen sind hoch, auch die Messgenauigkeit bietet keinen aussagekräftigen Referenzwert.

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2. Online-COD-Testverfahren

1) Chemische Aufschlussmethode (nasse chemische Methode/Dichromatmethode)

Dies ist eine autoritative und normkonforme Standardmethode, eine universelle Lösung für alle komplexen Wasserqualitäten und die einzige Methode, die als rechtlich zulassige Grundlage dienen kann.

Prinzip der Analyse: Zunächst erfolgt ein Hochtemperatur-Aufschluss, anschließend wird mittels optischer/elektrochemischer Verfahren analysiert.

Ein automatisches Probenahmesystem führt die Wasserprobe in das Reaktionsgefäß ein und fügt ein starkes Oxidationsmittel (Kaliumdichromat, K₂Cr₂O₇), einen Katalysator (Silberoxid, Ag₂SO₄) und ein Maskierungsmittel (Quecksilbersulfat, HgSO₄, zur Unterdrückung der Störwirkung von Chloridionen) hinzu. Die Aufschlussreaktion erfolgt bei 165 °C unter erhöhter Temperatur und Druck (üblicherweise 15–20 Minuten), um die organische Substanz im Wasser vollständig zu oxidieren. Anschließend wird die Farbänderung von sechswertigem Chrom (Cr⁶⁺, gelb) zu dreiwertigem Chrom (Cr³⁺, grün) ausgenutzt. Der COD-Verbrauch wird präzise mittels photometrischer Farbmessung (üblicherweise bei einer Wellenlänge von 610 nm oder 440 nm) oder mittels elektrochemischer Titration berechnet.

Kernvorteile:

a. Erfüllt streng nationale und internationale Standards und hat Umweltgerätezertifizierungen nach den Vorgaben verschiedener Länder erfolgreich bestanden, wodurch die Daten volle rechtliche und umweltrechtliche Gültigkeit besitzen.

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b. Außergewöhnliche Störfestigkeit; unabhängig von der Komplexität der vor Ort herrschenden Wasserqualität eliminiert der Hochtemperatur-Verdauungsprozess komplexe makromolekulare organische Substanzen und verhindert so Störungen durch Schwebstoffe, Trübung, Farbe und Partikel.

c. Breiter Messbereich, insbesondere bei der Überwachung hochkonzentrierter industrieller Abwässer, mit hervorragendem linearem Messbereich.

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Einschränkungen: Aufgrund des Hochtemperatur-Verdauungsprozesses dauert der Messzyklus etwa eine Stunde und liefert keine Sekunden-Daten. Daher wird das Verfahren üblicherweise in Kombination mit Wasserqualitäts-Probenahme- bzw. Durchfluss-Probenahme-Geräten eingesetzt, wobei stündliche Messungen erforderlich sind und Wasserproben in Echtzeit für spätere Kontrollzwecke aufbewahrt werden müssen. Zudem erfordern aktuelle COD-Chemie-Analysatoren regelmäßig die Nachfüllung chemischer Reagenzien. Obwohl führende Hersteller wie HACH, HORIBA und JIDE den Reagenzienverbrauch und die Abwassermenge deutlich reduziert haben, stehen Endnutzer weiterhin vor Herausforderungen bei der Abwasserbehandlung sowie bei der langfristigen Beschaffung von Reagenzien.

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2) UV254-Ultraviolett-Absorptionsmethode (Spektroskopie)

Ein hochwirksames und praktisches „Trend-Instrument“, ein physikalisches Messgerät zur Prozesssteuerung und Frühwarnung.

Prüfprinzip: Viele gelöste organische Verbindungen (insbesondere aromatische Verbindungen mit Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen (C=C) und Benzolringstrukturen) absorbieren stark UV-Licht bei einer Wellenlänge von 254 nm (UV254). umwandlungsfaktor (SAC254 → COD) : Der Sensor sendet einen Strahl von UV-Licht mit 254 nm aus, der durch die Wasserprobe hindurchtritt. Der SAC254-Wert (Absorptionskoeffizient für organische Stoffe) wird anhand der Intensitätsminderung des Lichts berechnet. Anschließend wird dieser Wert mit einem spezifischen, wasserqualitätsspezifischen „Umwandlungsfaktor (K-Wert)“ multipliziert, um den COD-Wert indirekt zu ermitteln.

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Sie müssen dieses Prinzip nicht im Detail verstehen, da es nahezu keine optische Interferenz eliminieren kann. Unter stabilen Wasserqualitätsbedingungen spiegelt es jedoch genau den Trend der COD-Änderungen wider. Daher wird es häufig in Testumgebungen mit relativ stabiler Wasserqualität eingesetzt – beispielsweise in Flüssen und Seen sowie in Kläranlagen, wo die Echtzeit-Überwachung von Trends entscheidend ist. In komplexen Situationen mit strengen Genauigkeitsanforderungen – etwa an Einleitstellen von Schadstoffquellen – ist es hingegen nicht einsetzbar.

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Kernvorteile:

a. Echte Überwachung auf Sekundenebene und Echtzeitreaktion, wodurch das Warten auf den Digestionsprozess entfällt; ideal zur Überwachung von COD-Trends während der Abwasserbehandlung. Der Sensor erfasst jede wesentliche Schwankung empfindlich.

b. Reine optische Detektion ohne Reagenzien. Dies ist die Ursache für die Behauptung, dass sich die Wartungskosten um das Fünffache unterscheiden. Derzeit bieten führende internationale Marken wie HACH, ENDRESS und JIDE COD-Sensoren an, die keine Verbrauchsmaterialien benötigen, keine Abwasserflüssigkeit erzeugen und extrem niedrige Betriebskosten aufweisen. Wie lassen sich die Kosten für die Behandlung von COD-Abwasserflüssigkeit senken? Weitere Artikel finden Sie auf unserer Website.

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Einschränkungen: Die Überwachungsergebnisse sind leicht störanfällig, insbesondere unter komplexen Bedingungen. Da UV254 nur organische Stoffe detektieren kann, die ultraviolettes Licht absorbieren, reagieren einige Alkohole und Polysaccharide nicht auf ultraviolettes Licht; oder das Wasser selbst weist möglicherweise einen sehr hohen Gehalt an suspendierten Feststoffen auf, was zu Streuung des ultravioletten Lichts führt – all dies beeinträchtigt die Messgenauigkeit. Daher werden COD-Sensoren üblicherweise für Trendanalysen oder in Anwendungen mit guter Wasserqualität, beispielsweise bei klarem Oberflächenwasser, eingesetzt.

3. Zusammenfassung

Kurz gesagt sind chemische Methoden der wahre König der Konformität – die einzige Methode für strenge Tests –, weisen jedoch auch höhere Wartungskosten auf. Wir empfehlen die Verwendung von Produkten zuverlässiger Hersteller der ersten Liga. Ultraviolette (UV) Sensoren sind leistungsstarke Werkzeuge für kontinuierliche Tests und Trendüberwachung und eignen sich für Überwachungsanwendungen mit hohen Anforderungen an die Reaktionsgeschwindigkeit, aber nicht an die Genauigkeit.

Zusätzliche Erläuterung: Unterschied zwischen BOD und COD:

BOD (Biochemical Oxygen Demand): Die Menge an gelöstem Sauerstoff, die von mikroorganismen mikroorganismen beim Abbau organischer Stoffe (biologisch abbaubarer Anteil) in Wasser unter aeroben Bedingungen verbraucht wird.

COD (Chemical Oxygen Demand): Die Menge an Oxidationsmittel, die von starken chemischen Oxidationsmitteln zum Oxidieren von organischen Stoffen (und reduzierenden Substanzen) in Wasser unter sauren bzw. hochtemperaturbedingten Bedingungen verbraucht wird.

Beide messen den Gehalt an organischer Substanz im Wasser. BOD5 erfordert jedoch eine fünftägige Inkubationszeit, um Ergebnisse zu liefern, weshalb es sich nicht für die Echtzeit-Frühwarnung und Prozesssteuerung bei Wasserqualitätsanomalien eignet. Zudem ist die BOD-Messung äußerst empfindlich gegenüber mikrobieller Aktivität und toxischen Stoffen. Enthält die Wasserprobe Schwermetalle, starke Säuren oder Laugen bzw. Bakterizide, kann dies zum Absterben der Mikroorganismen und somit zu einem zu niedrigen BOD-Wert (falsch-negatives Ergebnis) führen. Daher wird derzeit im Mainstream-Markt überwiegend online-COD-Überwachung als zentraler Steuerungsindikator eingesetzt oder es werden spezifische B/C-Verhältniskurven zur Produktionssteuerung erstellt.

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