Teilung typischer vor-Ort-Lösungsfälle für ungewöhnliche Situationen
1. Phänomen
Über mehrere aufeinanderfolgende Tage hinweg traten einzelne Zeitperioden auf, in denen die Messwerte für Gesamtstickstoff und Ammoniumstickstoff vertauscht waren (der Messwert für Ammoniumstickstoff war größer als der für Gesamtstickstoff), was ein offensichtlich unplausibles Phänomen darstellt. Die Geräte-Teststandardlösungen wiesen jedoch keine Abweichungen auf. Das vor Ort tätige Betriebs- und Wartungspersonal wandte sich an die After-Sales-Abteilung von JIDE.
Standort: Ein Technologie-Innovationsindustriepark in Südchina, China

2. Detaillierte Beschreibung der vor Ort auftretenden Abweichungen:
Am 27. März um 16 Uhr betrug der Ammoniumstickstoff-Wert 1,64 und der Gesamtstickstoff-Wert 0,65. Am 27. März um 17 Uhr betrug der Ammoniumstickstoff-Wert 3,66 % und der Gesamtstickstoff-Wert 2,24
Während des Zeitraums von 15 bis 22 Uhr am 27. stiegen sowohl die Ammoniumstickstoff- als auch die Gesamtstickstoff-Wasserproben zunächst an und fielen anschließend wieder ab. Der Ammoniumstickstoffwert stieg von 15 bis 18 Uhr, während der Gesamtstickstoffwert von 16 bis 18 Uhr anstieg. Im Zeitraum von 16 bis 17 Uhr war der Ammoniumstickstoffwert höher als der Gesamtstickstoffwert.
3. Problemableitung und -verifikation
Nach einer vor Ort durchgeführten Untersuchung der Einstellungsinformationen wurde festgestellt, dass sich die Systemzeit-Einstellungen für Gesamtstickstoff und Ammoniumstickstoff unterschieden. Die Gesamtstickstoff-Zeit lag um 1,5 Minuten vor, was zu einer um 1,5 Minuten vorverlegten Gesamtstickstoff-Injektionszeit führte.
Weitere Analysen der vor Ort herrschenden Situation ergaben, dass die Probenzuführungsleitung des Probenehmers sehr lang war. Die Probenzufuhr des Probenehmers war auf eine Rückspülung von 60 Sekunden eingestellt. Vor Ort wurde getestet, dass eine vollständige Rückspülung 2 Minuten und 15 Sekunden dauerte, wodurch eine Restwasserprobe aus der vorherigen Zuführungsleitung verblieb. Als die Gesamtstickstoff-Probe nach 58 Minuten und 30 Sekunden injiziert wurde, wurde durch diese Probe Restwasser aus der Zuführungsleitung angesaugt.
Um die Vermutung zu überprüfen, wurden dieselbe Flasche Standardprobe und klare Wasserprobe erneut getestet. Die gleiche Wasserprobe wurde ohne Umkehrung normal getestet, und alle 1,5-fachen Standardproben wurden ebenfalls normal getestet.
4. Vor-Ort-Behandlungsplan:
JIDE-Aftersales-Ingenieure geben folgende Empfehlungen ab
· Anpassung der Rückspülzeit der Probenzufuhr des Probenehmers von 60 Sekunden auf 180 Sekunden (eine vollständige Rückspülung dauert 135 Sekunden; Standardwert ist 60 Sekunden), um sicherzustellen, dass die Wasserprobe vollständig zurückgespült wird.
· Passen Sie die Probenzuführungszeit des Probenehmers an. Beginnen Sie die Probenzuführung nach 56 Minuten (ursprünglich nach 58 Minuten), um sicherzustellen, dass ausreichend Zeit für den Austausch der Wasserprobe in der Probenzuführungsleitung des Probenehmers zur Verfügung steht.
· Stellen Sie das Ammoniakstickstoff- und das Gesamtstickstoff-Gerät zusammen auf, verbinden Sie die Wasserprobenleitungen mit Dreifachanschlüssen und entnehmen Sie gleichzeitig Proben.
· Passen Sie die Zeiteinstellung des Gesamtstickstoff-Systems an, um sicherzustellen, dass sowohl Gesamtstickstoff als auch Ammoniakstickstoff gleichzeitig gestartet und beprobt werden.
· Überprüfen Sie, ob das Gerät gemäß dem Betriebsstandard 355 ordnungsgemäß funktioniert, führen Sie erneut die Wasserprobe und anschließend erneut die Standardprobe durch. Es wurde bestätigt, dass das Gerät einwandfrei funktioniert.

5. Folgebesuch
Gemäß den oben genannten Anpassungen und Verifizierungen war das vor Ort eingesetzte Testgerät funktionsfähig. Ein Folgebesuch eine Woche später ergab, dass das Gerät wieder normal arbeitete und die zuvor aufgetretenen Probleme nicht mehr reproduziert werden konnten.
6. Zusammenfassung
Derzeit ist es in Umwelt-Wasserqualitätsüberwachungsstationen üblich, dass die Probenzuführungsleitung des Probenehmers nicht vollständig rückwärts gespült wird, wodurch die vorherige Wasserprobe in der Probenzuführungsleitung verbleibt. Gleichzeitig ist die Zeitsteuerung des Gesamtstickstoffsystems zu kurz eingestellt, sodass die Gesamtstickstoff-Ausrüstung die in der Probenzuführungsleitung verbliebene Wasserprobe vorzeitig entnimmt. Daher steigt bei einer zunehmenden Wasserstandshöhe zunächst der Ammoniakstickstoff an, was zu einer Inversion von Ammoniakstickstoff und Gesamtstickstoff führt.
Dieses Phänomen führt nicht nur zur Inversion der Messergebnisse für Ammoniakstickstoff und Gesamtstickstoff (deutliche Abweichungen), sondern kann auch zu fehlerhaften Einstellungen anderer Parameter führen. Bei der Konfiguration ist daher sorgfältig darauf zu achten, das Risiko von Restwasserproben in der Probenzuführungsleitung zu minimieren.